Koordinatenmessgeräte mit Kreuztisch

Die Mechanik dieser Gerätegruppe entstand aus der logischen Fortentwicklung der Messmikroskope und Messprojektoren. Sie besteht meist aus einem mechanisch gelagerten Kreuztisch (Abb. 5a). Die Z-Achse ist ebenfalls mechanisch gelagert. Für genauere und temperaturstabilere Geräte werden die Komponenten aus Aluminium gefertigt (hoher Wärmeleitwert) und spezielle spannungskonstante Führungssysteme eingesetzt (s. Abb. 29, S. 47). Diese Geräte sind heute überwiegend in allen drei Achsen voll automatisiert. Der Messbereich beträgt etwa 200 mm bis 400 mm. Größere Messbereiche sind in dieser Bauweise nicht wirtschaftlich. Vorwiegend wird eine Bildverarbeitung eingesetzt. Deshalb sind leistungsstarke automatische Durch- und Auflichtbeleuchtungssysteme integriert.
Tischgeräte der Spitzenklasse verfügen zusätzlich über mechanische Tastsysteme und Lasersensoren und werden damit bereits zu Multisensor-Koordinatenmessgeräten.

Abb. 5: Bauweisen von optischen und Multisensor-Koordinatenmessgeräten: a) Tischgerät in Kreuztischbauweise; b) Tischgerät in »L-Bauweise«; c) Portalgerät mit bewegtem Portal; d) Portalgerät mit festem Portal, zwei Pinolen für die Multisensorik und Dreh-Schwenk-Einheit zum optischen Messen von 3D-Merkmalen.